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Presse über uns

Integrationsverein ImPULS
(Artikel aus der Zeitschrift "Mosty")
Wostok Verlag

integrationsverein-ImPULS Mit der Arbeit des Vereins „ImPuls“ im Interkulturellen Treffpunkt, der sich im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in Berlin Neukölln befindet, hat uns seine Leiterin, „ das Herz und die Seele “ des Vereins, Frau Julia Pankratyeva, bekanntgemacht. Nach ein paar Minuten konnten wir feststellen, wie begeistert, lebhaft und überzeugend sie alles, was im IKT, geschieht und vorkommt, erzählt, wie sie jedem, der den IKT besucht, egal welcher Nationalität, Hautfarbe oder seines Glaubens viel Freude und Aufmerksamkeit schenkt. Wir nutzten die Möglichkeit und besuchten den Verein ImPuls, um uns näher mit den Menschen, mit all den Aktivitäten für Alt und Jung, die es im IKT gibt, bekanntzumachen.
Woher kam der Name „ Gropiusstadt “? Unser Kiez und das Gemeinschaftshaus tragen den Namen des berühmten deutschen Architekten Walter Gropius ( 1815 – 1969 ). Er wurde in Berlin geboren. In seinem Familienkreis gab es Architekten, Künstler und Lehrer. Sehr berühmt war sein Urgroßvater – Architekt Martin Gropius. Walter Gropius brachte viele neue Ideen in die Baukunst, mehrere Städte bekamen ihr modernes Gesicht, z. B. das Theater in Jena, ein Wohnviertel in Buenos Aires / Argentinien, ein Theater in Charkov (Ukraine) , ein Lerngebäudekomplex der Harvard Universität in den USA. 1962 kehrte Walter Gropius aus den USA nach Berlin zurück und legte zusammen mit Willi Brandt den Grundstein der neuen Wohnsiedlung im Süden Berlins. Heute trägt unser Kiez seinen Namen – Gropiusstadt -, in dem etwa 36.000 Menschen verschiedener Herkunft wohnen. Das sollte Anziehungspunkt für alle Bewohner sein. Hier gibt es Lern– und Musikräume, ein Sportkabinett, eine Bibliothek, Holz– und Keramikwerkstätten, ein Cafe und ein Restaurant. Hier sind auch wir – der IKT von „ImPuls“.
Warum heißt der Integrationsverein „ImPuls“ ? Das Wort „Impuls“ bedeutet inhaltlich den sinnlichen Stoß zur aktiven Handlung, mit der Zeit gleich schreiten und inmitten der Ereignisse des Umfelds zu sein. Anfangs konzentrierte sich „Impuls“ auf ältere Russischsprechende Aussiedler aus den GUS – Ländern. Viele von Ihnen sind begabte, talentierte Leute, manche mit Hochschulbildung, aber mit geringen Deutschsprachkenntnissen. Die Aufgabe des Vereins war es diesen Menschen dabei zu helfen, sich so schnell und erfolgreich wie möglich zu integrieren.
Heute ist die Tür des Vereins offen für alle, die in unserem Kiez wohnen, für ältere und jüngere, für ganz kleine Mitbewohner, für Migranten und natürlich auch für einheimische Deutsche. „ Die richtige Integration gelingt nur dann, wenn man ein enges Miteinander zwischen verschiedenen Altersgruppen, zwischen „alten“ und „neuen“ Berlinern, zwischen Einheimischen und Migranten knüpfen kann. Es ist ein langjähriger Prozess mit Problemen und Hindernissen, aber wir bemühen uns alles zu tun, um diese zu beseitigen. Die Sprache ist die Basis der Integration. „Deutsch verbindet uns“, so heißt eine der vielen Sprachgruppen ( Zirkel ) für Migranten. Insgesamt gibt es sieben solche Gruppen, in denen die Leute sich mit der deutschen Sprache beschäftigen, d. h. hier wird Phonetik und Grammatik geübt, Sprach – und landeskundliche Kenntnisse entwickelt.
Wissen Sie, die Entdeckung eines neuen Gesichtes ist der Entdeckung eines neuen Sterns ähnlich. Unsere Iman aus Libanon bringt allen ihre nationale Küche bei, Ljuba bereitet köstliche usbekische Gerichte zu und Anja aus Polen kocht eine schmackhafte Pilzsuppe. Herzlich willkommen sind alle Gäste und wir freuen uns auf ihre neuen Vorschläge und Kochrezepte. Bei unseren Samowar – Abenden haben die Leute eine gute Möglichkeit ihre Neuigkeiten und Meinungen auszutauschen, etwas Interessantes über neue Menschen, Reisen durchs Land, neue Aktivitäten im Verein zu erfahren.
Der Verein „Impuls“ kümmert sich auch um die jungen Generationen, die hier in Berlin geboren sind, die sehr gut Deutsch sprechen und Kitas und Schulen besuchen. Da entsteht insbesondere für die Gruppe der Aussiedler ein neues Problem – die Kinder sprechen schlecht oder gar kein Russisch, die Eltern aber wollen, dass ihre Kinder auch diese Sprache gut beherrschen. Aus diesen Gründen entstand „Quelle“ ein Unterricht für Kinder, wo die Kleinen in spielerischer Form Russisch lernen. Außerdem haben wir Kindertanz Malgruppen unter der Leitung talentierter Spezialisten.
Musik kennt keine Grenzen Die kleine Wadda – al - Hay – aus Libanon wurde unter ihren Landsleuten berühmt, nur weil sie ihren Gitarrenunterricht vom russischen Pädagogen Igor Baljas bekommt. In unserem Verein hört man oft Musik. Es erklingen Melodien aus Afrika, orientalische, russische, moderne und volkstümliche Lieder. Mit dem Verein verbunden ist auch die Rockgruppe „Ricci Tensor“, deren Mitglieder Aussiedler aus der ehemaligen UdSSR sind: Student Eugen Knecht aus Kazachstan, Arzt Michael Wolgin aus Samara, Student Juri Pankratyev aus der Ukraine. Die Gruppe wird mehr und mehr populär, ihre Konzerte sind gut besucht.

Interkultuteller Treffpunkt
(Artikel aus der Zeitung "Berliner Woche")

Kochstodio-ImPULS Ein bunter Treffpunkt der Kulturen: am 14.Februar 2008 wurde der Interkulturelle Treffpunkt im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt Berlin Neukölln eröffnet. Zu den Feierlichkeiten des IKT wurde das Band von den Ehrengästen Herrn Wolfgang Schimmang, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport, Frau Karin Korte, Leiterin des Gemeinschaftshauses und Frau Julia Pankratyeva Projektleiterin des IKT durchgeschnitten. Schon jetzt bietet Impuls eine Vielzahl von Teamfähigen Helfern aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, Polen, Sri Lanka, Togo oder dem Libanon Aktivitäten wie gemeinsam Kochen, Kunstwerkstätten, Handarbeitsgruppen und eine internationale Sing – und Tanzgruppe an. Außerdem werden Sprachschulung und ein regelmäßiges Frauenfrühstück organisiert. In Zukunft sollen in den aus dem Programm Soziale Stadt geförderten Treffpunkt noch mehr Menschen eingebunden werde.
Im IKT werden verschiedene Feste gefeiert, die die unterschiedlichen Kulturen, Sitten, Gebräuche und Religionen unterstützen und verbinden. Zwei Beispiele die charakteristisch für zwei ungleiche Welten sind. Das russische Fest „Maslenitsa“(die Butterwoche) wird vor Beginn der orthodoxen Fastenzeit gefeiert. Da wird in Russland noch mal ordentlich gegessen und man wird mit verschiedenen Köstlichkeiten verwöhnt, in erster Linie – Blini (Eierkuchen) mit leckeren Füllungen in süßer sowie in herzafter Art.
Das orientalische Navrus – Fest (das Fest des Frühlings, des Guten und der Gerechtigkeit)wurde im Raum des IKT mit traditionellem Tanz, Musik und Köstlichkeiten gefeiert. Zu allen Veranstaltungen im IKT sind alle Gäste herzlich willkommen.
Die Internationale Singgruppe, ein multinationaler Chor in dem verschiedene Altersgruppen singen, pflegt das internationale Liedgut. Es werden Lieder in deutscher, polnischer, russischer, griechischer und anderen Sprachen gesungen.
Der Chor nimmt an unterschiedlichen Veranstaltungen und Festen teil und wird vom Publikum immer mit Begeisterung empfangen. Die „Internationale Singgruppe ImPULS“ nimmt gern neue Sängerinnen, Sänger und Musiker auf.
Die Sprache – die Basis der Integration „Deutsch verbindet uns“ so heißt eine der vielen Sprachgruppen für Menschen mit Migrationshintergrund. Insgesamt gibt es sieben solche Gruppen, wo die Teilnehmer sich mit der deutschen Sprache befassen, d. h. hier wird Phonetik und Grammatik geübt, Landeskunde und Sprachkenntnisse entwickelt. Die Erfolge dieser Sprachschulung verdanken wir dem guten Engagement folgender Lehrkräfte, wie Fr. U. Herrn Lein, Fr. Schwarz, Fr. Arlt sowie Fr. Kravcova. ImPuls kann bis zum heutigen Tag gute Erfolge der Integration der deutschen Sprache verzeichnen. Die aktiven Gruppen, die seit Jahren bestehen, werden sehr gut von den Teilnehmern besucht und die Erfolge für die Menschen sprechen für sich selbst.
Integrationsverein ImPULS wurde 1999 als Projekt russlanddeutscher Aussiedler in der Gropiusstadt Berlin Neukölln gegründet. Der Verein ist Träger des neuen Interkulturellen Treffs, der nun eine feste Heimat gefunden hat. „ Wir haben hier einen Ort der Begegnung für alle Gropiusstädter geschaffen. Menschen aller Nationen kommen, um sich kennenzulernen“, hofft Frau Pankratyeva. In der Gropiusstadt leben zurzeit zwischen 5.000 und 6.000 Spätaussiedler. Um die Isolation der Aussiedler insbesondere durch Begegnungen mit alteingesessenen Bewohnern aufzubrechen und eine Verbesserung der Verständigung herbeizuführen, haben sich in den letzten Jahren öffentliche Einrichtung des Bezirks, der Diakonie, der Kirchengemeinden, der Wohnbaugesellschaften und andere miteinander vernetzt und verschiedene Angebote für Spätaussiedler entwickelt. Die Großsiedlung ist seit Mitte der 90er Jahre eine der Berliner Hochburgen Aussiedler – Bevölkerungsgruppe aus GUS – Länder und Polen. In wachsendem Maße kommen aber auch Migranten aus der Türkei, aus den arabischen Ländern sowie aus den asiatischen und afrikanischen Ländern.
Integrationsverein ImPULS bietet verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten für Alt und Jung an. Dabei sind die Mitarbeiter bemüht, das Leben der Bewohner interessanter und ereignisreicher zu organisieren. ImPuls bietet Integrationshilfe über gemeinsame Kultur – und Freizeitaktivitäten in ganz Berlin an. Kontakte zwischen Einheimischen und den neuen Nachbarn entstehen dabei fast beiläufig. ImPuls gibt Anstöße (Impulse !) für neue Formen des Zusammenlebens und fördert Verständigung für einander. Der Verein arbeitet dabei mit Institutionen der Kultur-, Sozial – und Jugendarbeit insbesondere in der Gropiusstadt Berlin Neukölln zusammen.
Integrationsverein ImPULS versteht sich aber nicht als „Aussiedlerverein“, sondern als Verein, der seine Angebote für Migranten, aber auch für die einheimische Bevölkerung entwickelt. Wirkliche Integration kann nur gelingen, wenn vielfältige Kontakte zwischen alten und neuen Gropiusstädtern geschaffen werden. Gleichzeitig ist es das Bemühen von ImPuls, die Integrationsarbeit zu verstärken, da sie langfristig und losgelöst von einzelnen Projekten erfolgen muss. In Deutschland anzukommen, ist keine Momentsache, sondern ein langer Prozess, der unterstützt werden will.

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